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Konflikt-Mediation

Nailis

 

Methoden

Mein Ansatz ist modular, denn die Situation ist stets anders. Kein Team, kein Unternehmen ist wie das andere, und dennoch weisen die Konflikte oft ähnliche Strukturen auf.

Wenn es gelingt, frühzeitig das Thema Konflikt zu adressieren, ist es möglich, Konfliktkultur zu schaffen. Ein Miteinander, in dem ein Konflikt nicht zu einem Problem werden muss.

 

Steigt der Druck, öffnen wir den Methodenkoffer weiter. Ein Konfliktgespräch oder eine Konfliktberatung ist möglicherweise ein Ausweg.

Wenn das Wasser schon bis zum Hals steht und der Konflikt festgefahren scheint, ist Mediation das Mittel der Wahl.

Am Anfang steht darum das Gespräch, in dem der Kurs gemeinsam festgelegt wird. Ein Kurswechsel ist bei Bedarf immer möglich.

 

Konfliktkultur

Dieser Abschnitt trug einmal den Namen "Konfliktprävention".  Aber ehrlich gesagt ist das Quatsch. Den Konflikt vermeiden zu wollen, ist illusorisch. Ziele müssen realistisch sein.

Ein realistisches Ziel ist es aber, mit Konflikten gut umzugehen, die Chance, die ihnen innewohnt, zu sehen und zu nutzen, die Kritik so umzusetzen, dass sie uns weiter bringt.

Wenn ich mich über den Spruch eines Kollegen  so richtig ärgere, werde ich vorsichtig: Wahrscheinlich trifft mich der wahre Kern seiner Aussage. Obacht geben!

Und damit sind wir beim ersten Aspekt der Konfliktkultur: Wahrnehmung. Wahrnehmen, dass da ein Konflikt droht, ist ein guter Schritt.

Kommunikation ist ein zweiter. "Wie sag' ich es so, dass nichts kaputt geht?" Die Sachebene, die den meisten Technikern so nahe liegt, reicht da nicht. "Habe ich wirklich verstanden, was der andere gesagt hat?"

Etwas Hintergrundwissen kann ebenfalls nicht schaden, kann einen dritten Baustein bilden. Warum entstehen Konflikte? Was sind Alarmsignale? Was sind "Konfliktlöser" der ersten Sekunde?

Ein Team, ein Unternehmen, das in diesen und weiteren Aspekten der Konfliktkultur geschult und geübt ist (denn grau ist alle Theorie!), wird viele schmerzhafte Erfahrungen von Eskalation einfach auslassen. Und wenn es dann doch mal schief geht: Der Werkzeugkoffer ist ja erst einen Spalt weit offen...

 
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Konfliktberatung

Konfliktberatung ist mehr als der „kleine Bruder“ der Mediation. Zugleich ist der Begriff weniger definiert.
Nicht immer ist es angemessen, den Methodenkoffer der Mediation ganz zu öffnen. Nicht immer braucht es dieses Maß an Struktur, vertraglicher Gestaltung und formaler Klarheit. Aber einzelne Werkzeuge aus dem Koffer, die können wir doch trotzdem gut gebrauchen!?
Konfliktberatung besteht im einfachsten Fall in einem Gespräch zu zweit. Der Blick von außen ist ein anderer, als der des Beteiligten. Die Perspektive ändert sich, die Scheuklappen werden weiter, die „Schultern entspannen sich“, und manchmal reicht das um mit dem Konflikt besser umgehen zu können.

In diesem Fall ist Konfliktberatung von Coaching oder Supervision schwer zu unterscheiden.
Oder - vielleicht noch besser - die Konfliktberatung, also das Gespräch zu dritt ist möglich. Ein wesentliches Werkzeug der Mediation ist, dass der eine dem anderen zuhört. Das geht manchmal nicht, wenn die Konfliktparteien alleine gelassen sind. Hier muss der „Katalysator“ hinzu, damit die Reaktion nicht überhitzt.
Nun ist die Abgrenzung zur Mediation schwierig und vor allem in der Struktur zu suchen.
Unter welchem Begriff der Konflikt einer Lösung näher gebracht wird, ist letztlich zweitrangig. Der Konflikt und das damit verbundene Leiden, die Ineffizienz, die Vergeudung von Kraft und Lebensfreude soll gemildert werden.

 

Mediation

Mediation ist ein strukturiertes, gesetzlich geregeltes Verfahren, zur Konfliktlösung. Wenn Ihnen im konkreten Fall das Wasser bis zum Hals steht, kann Mediation Ihr Rettungsring sein.


Dieses Verfahren ist nicht beliebig, nicht „lari fari“, sondern seit Jahren (2012) im Mediationsgesetz geregelt. Vertraulichkeit, Selbstbestimmtheit und Freiwilligkeit zählen zu den zentralen Voraussetzungen, gezwungen wird keiner. Anders als vor Gericht bestimmt also nicht ein „dritter“, was eine gute Lösung sein soll, auch nicht der Mediator!


Doch was ist der „Trick“? Im Kern geht es darum, die oft festgefahrene Situation durch die Begleitung eines Dritten zu lösen. Auch wenn die Verantwortung für die Lösung bei den Parteien verbleibt, hilft der Dritte, wie ein Katalysator. Kommunikation spielt dabei eine wichtige Rolle, denn Konfliktparteien können oft nicht (mehr) richtig miteinander kommunizieren. Funkstörung.

Aber im Ablauf der Mediation wird klarer, warum der Konfliktgegner so agiert wie er es tut, die Interessen hinter den Positionen und Handlungen des Anderen werden fassbarer.


Dies führt zu einer Veränderung, einem „shift“, in dem eine immense Chance liegt: Es kann auf diesem Wege nicht nur gelingen, den aktuellen Konflikt nachhaltig und dauerhaft beizulegen. Zudem ist möglich, künftige Konflikte zu vermeiden, indem nun bekannte Stolperfallen umgangen und Fehler nicht wiederholt werden.


Ebenso wichtig: Es geht um mehr als einen Kompromiss! Es gilt, eine kooperative Lösung zu finden, eine „win-win-Situation“ zu schaffen. Dabei ist eine Mediation in vielen Aspekte vorteilhaft bzw. günstiger als die gerichtliche Alternative: Oft ist der Ablauf rascher, oft sind die Kosten geringer, immer sind die Konfliktparteien absolut selbstbestimmt und keinem Urteil eines Dritten ausgeliefert, es gibt keine Verlierer, keinen Gesichtsverlust – nur eine Lösung, der beide zustimmen, ist eine Lösung.

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